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Die Fruchtfliegenfalle
Wer kennt sie nicht? Die Plage der Menscheit, die Drosophila Melanogaster oder auch einfach Fruchtfliege genannt. Ganze Heerscharen dieser Gattung machen deutsche Büros unsicher. Aber wie kann man sich dagegen wehren? LE-Solutions hat in einem langwierigen wissenschaftlichen Versuch verschiedene Fallen perfektioniert, um dieser Fliege Herr zu werden. Natürlich wurde nach einer biologisch verträglichen Lösung gesucht, welche die befallen Räume nach und während der Säuberungsaktion weiterhin bewohnbar halten.

Die hier untersuchte Drospophila Melanogaster ist nicht zu verwechseln mit ihrer engsten Verwandten der Drospophila Schlingelogaster. Auch diese Fliegenart wird von Früchten magisch angezogen, erfordert jedoch eine grundsätzlich andere Jagdmethode, da sie von Bier - im Gegensatz zur hier untersuchten Fruchtfliege - abgestossen wird.

Drosophila Melanogaster
Drosophila Melanogaster, die gewöhnliche Fruchtfliege.
(Abbildung vergrössert)
Drosophila Schlingelogaster
Eine sehr seltene Aufnahme der Drosophila Schlingelogaster mit ausgefahrenem Saugrüssel, der - in der Tierwelt einmalig - zur Tarnung abnehmbar ist.
(Abbildung verkleinert)
Fruchtfliegen Befall
Ausschnitt eines von Fruchtfliegen (rot makiert) befallen Büros.

Um der Fliegen habhaft zu werden, wurden unterschiedliche Fallen entwickelt, die mehr oder weniger effektiv zum gewünschten Ergebnis führen sollten und nach und nach verbessert wurden. Hier werden die unterschiedlichen Methoden vorgestellt.

 

Methode A

Dr. Schlingel ist Initiator dieser Bierfalle und langjähriger Experte in der Fruchtfliegenbekämpfung.

Die Theorie: Man nehme einen Unterteller und fülle diesen mit Bier. Das Bier zieht die Fruchtfliegen magisch an, sie fallen in die Bierlache in der sie alle sofort ertrinken. Um die Falle zu perfektionieren streiche man den Rand des Untertellers mit Honig ein, damit sich die Fliegen, welche nicht sofort ertrinken, im Honig verfangen und festkleben. Somit sollte das Büro nach 30 Minuten von sämtlichen Fruchtfliegen befreit sein.

Der Versuchsaufbau ist auf den folgenden Bilder zum besseren Verständnis dokumentiert:

Unterteller mit Bier füllen
Einen handelsüblichen Unterteller mit Bier füllen um die Fruchtfliegen anzulocken und zu ertränken.
Rand mit Honig bestreichen
Den Rand mit Honig bestreichen um die restlichen Fliegen festzukleben.
Die Praxis: Drei Stunden später. Tote Hose. Die Fliegen sind zwar hingestürmt, haben den Honig jedoch als Landebahn genutzt und ihn sich schmecken lassen. Dazwischen haben sie ein paar Schlucke Bier genommen und den Honig hinuntergespült. Ausserdem haben sie ihre Freunde aus den Nachbarzimmern zu einer "Bier und Honig"-Party eingeladen, so daß der Unterteller binnen kürzester Zeit bevölkert war. Allerdings waren nur zwei Fliegen wirklich so betrunken, dass sie ein Erfrischungsbad im Bier nehmen wollten und diesem dann - sei es durch Ertrinken oder Alkoholvergiftung - zum Opfer gefallen sind.
Die magere Ausbeute
Die äusserst magere Ausbeute nach drei Stunden Party...
Allerdings hat Dr. Schlingel seine Falle mit einer geringfügigen Modifikation doch noch zu einem - wenn auch bescheidenem - Erfolg geführt. Das Zauberwort heißt Staubsauger! Während die Fruchtfliegen ihre Party rund um den Unterteller feiern, pirscht man sich mit einem Staubsauger bewaffnet leise von hinten an sie heran und saugt die Fliegen mit gezielten kurzen Saugattacken einfach weg. Diese Prozedur muß dann in 30-minütigen Abständen zwei bis drei Tage lang wiederholt werden.
Der Jäger pirscht sich an die Beute heran
Mit einem Staubsager bewaffnet pirscht sich der Jäger an die Beute heran.
 

Methode B

Aufbauend auf den Theorien der Bierfalle des Dr. Schlingel haben Dr. H. Celmstädter und Dr. R. Tinghof - beide ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Käferbekämpfung - eine neuartige Falle entwickelt.

Die Theorie: Man nehme Bier um die Fruchtfliegen anzulocken. Zu diesem Bier gebe man etwas Spülmittel hinzu um die Oberflächenspannung zu brechen. Das Ganze gut umrühren und in ein schmales Glas füllen. Wenn die Öffnung des Glases zu gross ist, kann man diese künstlich mit einem Blatt Papier verkleinern in das man eine runde Öffnung schneidet. Dies verhindert, dass die Fruchtfliegen ohne weitere Mühe das Glas wieder verlassen können. Die Fliegen, vom Biergeruch angelockt, betreten das Glas, versuchen vom Bier zu trinken und gehen wie ein nasser Sack aufgrund der verringerten Oberflächenspannung im Bier unter.

Der Versuchsaufbau ist auf den folgenden Bildern zum besseren Verständnis dokumentiert:

Bier um Fruchtfliegen anzulocken
Etwas Bier um die Fruchtfliegen anzulocken.
Spülmittel um die Oberflächenspannung zu brechen
Spülmittel hinzugeben um die Oberflächenspannung zu brechen.
Gut umrühren
Das ganze gut umrühren...
Flüssigkeit in ein Glas füllen
... und in ein Glas füllen dessen Öffnung man künstlich verkleinert.
Die Praxis: Eine halbe Stunde später. Die Fliegen werden wiederum vom Biergeruch magisch angezogen. Allerdings können sie diesmal nicht in aller Ruhe vom Rand eines Untertellers ein paar Schlucke Bier genießen, sondern müssen in das Glas hineinklettern. Bevor sie merken auf was fuer einer Party sie sich diesmal befinden, ist es meist schon zu spät für sie und so spielen sie gemeinsam das beliebte Partyspiel "wer kann am längsten die Luft unter Wasser anhalten?". Wenn man dieses Glas dann über Nacht stehen lässt, kann man am nächsten Morgen die versammelte Mannschaft beim gemeinsamen Tauchausflug erleben.
Das Ergebnis am nächsten Morgen
Das Ergebnis am nächsten Morgen spricht für sich.
 

Fazit

Methode B, die Glas-Bierfalle, hat sich als die effektivste Variante erwiesen. Durch sie können die meisten Fliegen innerhalb kürzester Zeit auf eine sehr bequeme Art und Weise gefangen, oder (seien wir ehrlich) brutal und hinterlistig ertränkt werden.

Methode A, die Staubsauger-Bierfalle, dagegen ist mehr etwas fuer den ambitionierten Sportler, der sich im fairen sportlichen Wettstreit mit den Fliegen messen will und eine dauerhafte Beschäftigung sucht. Diese Methode dient nicht wirklich dazu die Fliegenpopulation ernsthaft zu dezimieren, sondern bietet vielmehr Spaß und Unterhaltung für den Jäger wie für seine Zuschauer.


LE-Solutions Berichte:
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